Barfuß verboten! Luxusort Portofino kassiert jetzt Touristen für schlechtes Benehmen ab
Dolce Vita mit Dresscode: In Portofino wird’s jetzt ernst
Die Sonne scheint, die Jachten glitzern im Hafen – und barfuß durch den Ort schlendern? Ab sofort verboten! Im italienischen Luxus-Hotspot Portofino an der ligurischen Riviera gelten ab sofort strikte Benimm-Regeln. Wer sich nicht daran hält, muss zwischen 25 und 500 Euro Strafe zahlen. Und das betrifft nicht nur das Barfußlaufen.
Denn der beliebte Urlaubsort mit rund 400 Einwohnern und bis zu 10.000 Touristen pro Tag hat die Nase voll. Bürgermeister Matteo Viacava hat eine Verordnung für gutes Benehmen erlassen – und die lässt wenig Spielraum für spontane Urlaubsfreude.
Die neue Portofino-Polizei: Was jetzt alles verboten ist
Wer durch Portofino flaniert, sollte ab sofort besser auf sein Outfit achten. Das ist künftig verboten:
- Barfußlaufen in der Öffentlichkeit
- Badebekleidung und freie Oberkörper in Straßen und auf Plätzen
- Alkoholkonsum außerhalb von Bars und Restaurants
- Sitzen oder Liegen auf Gehwegen, Straßen, Mauern oder im Park
- Picknicken auf öffentlichen Flächen
- Betteln – egal in welcher Form
Geltungsdauer: Die Regeln gelten bis zum 30. September, also über die gesamte Hochsaison hinweg.
Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 25 Euro, im Extremfall aber auch bis zu 500 Euro – für einen Stadtbummel im Badeanzug kann es also richtig teuer werden.
Was steckt dahinter? Schutz vor dem „Instagram-Effekt“
Die Gemeinde begründet die drastischen Maßnahmen mit dem Wunsch, die „Ruhe und Erholung“ ihrer Einwohner und der zahlenden Urlauber zu schützen. Portofino will kein Partyziel sein, sondern ein Rückzugsort für die Reichen und Schönen bleiben. Schon 2023 hatte der Ort damit begonnen, Touristen an die Leine zu legen: Damals wurde es verboten, an beliebten Aussichtspunkten stehenzubleiben – weil es zu Menschenstaus kam.
In Portofino setzt man also auf ein klares Signal: Wer sich wie im All-inclusive-Resort aufführt, ist nicht willkommen. Auch andere Städte ziehen bereits nach – dort wird ebenfalls gegen respektloses Verhalten durchgegriffen.
Ordnung schön und gut – aber wo bleibt die Lebensfreude?
Natürlich ist es nachvollziehbar, dass ein Ort wie Portofino nicht in Müll, Lärm und Halbnacktheit versinken will. Und wer Luxus verkauft, will auch ein entsprechendes Ambiente wahren. Aber was hier passiert, ist ein schmaler Grat zwischen Schutz und Spießigkeit.
Sicher: Tourismus braucht Regeln. Doch Verbote gegen Barfußlaufen, Sitzen oder Picknicken treffen am Ende nicht nur Partytouristen, sondern auch ganz normale Besucher, die einfach mal kurz durchatmen wollen. Wer zu viel verbietet, verdirbt nicht nur die Stimmung, sondern verliert auch schnell den Charme einer lebendigen Stadt.
Ein bisschen weniger Verbotskultur und ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl würden auch reichen. Denn echte Klasse erkennt man nicht an Schuhen, sondern am Umgang mit Gästen.
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