„Astronaut in Not“: Betrüger kassiert Tausende Euro mit schräger Masche

Veröffentlicht am: 05.September.2025Kategorien: RechtlichesLesezeit: 2 Min.
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Christina Schröder schreibt über rechtliche Themen für den Love & Law Blog bei Recht 24/7.

Weltraum-Notlage nur ausgedacht

Es klingt wie ein Drehbuch für eine schlechte Sci-Fi-Komödie – und ist doch ein echter Betrugsfall: In Japan hat ein Mann eine Seniorin überzeugt, er sei Astronaut auf einem Raumschiff, werde „angegriffen“ und brauche dringend Geld für Sauerstoff. Die Frau aus Hokkaidō, rund 80 Jahre alt, überwies dem vermeintlichen Raumfahrer umgerechnet 5.780 Euro.

Die Polizei machte den Fall öffentlich und ordnete ihn als klassischen Romance-Scam ein – also als Liebesbetrug im Internet. Für Außenstehende wirkt die Geschichte grotesk. Aber die Täter wissen genau, wie sie Vertrauen aufbauen und am Ende Kasse machen.

So funktionieren Romance-Scams

Die Masche ist alt, die Rollen wechseln. Mal ist es der Soldat im Ausland, mal der Geschäftsmann auf Dienstreise – oder eben der Astronaut im All. Immer gleich ist die Taktik:

  • Kontakt über Chat oder soziale Netzwerke.
  • Aufbau von Nähe und Vertrauen. Oft über Wochen oder Monate.
  • Plötzlich ein Notfall. Das Opfer soll helfen – natürlich mit Geld.

In Japan gab es sogar schon mehrere Fälle mit der „Astronauten-Nummer“. In einem besonders absurden Szenario erklärte ein Betrüger einer Frau, er brauche Geld für „hohe Landegebühren für Raketen“.

Warum fallen Menschen darauf rein?

Von außen betrachtet scheinen die Geschichten leicht durchschaubar. Doch die Täter sind Profis. Hinter vielen Scams stecken professionelle Banden, die ihre Opfer gezielt auswählen und die Geschichten an deren Interessen anpassen.

Wer sich einsam fühlt und regelmäßig Aufmerksamkeit von einem vermeintlichen „Traumpartner“ bekommt, verliert irgendwann die Distanz. Dann ist selbst ein Märchen von Sauerstofftanks im Weltall plötzlich glaubwürdig.

Liebe macht blind – und Betrüger nutzen das schamlos aus

Dieser Fall ist spektakulär, aber kein Einzelfall. Ob Astronaut, Promi oder vermeintlicher Investor – Romance-Scams sind ein globales Problem. Sie leben davon, dass Menschen Hoffnung auf Nähe und Liebe haben.

Juristisch ist die Strafverfolgung oft schwierig, da die Täter aus dem Ausland agieren und ihre Spuren verwischen. Umso wichtiger ist Aufklärung. Jeder sollte wissen: Wer im Netz früh nach Geld fragt, spielt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein falsches Spiel.

Wer online in eine Romanze gerät, sollte immer misstrauisch werden, sobald die erste Geldforderung kommt – nicht nur, wenn sie aus dem „Weltraum“ kommt.

Wir raten: Wenn Sie oder Bekannte in so eine Situation geraten: Nicht zahlen, Screenshots sichern und sofort die Polizei einschalten.

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