Allianz schlägt Alarm: Künstliche Intelligenz plötzlich größtes Unternehmensrisiko
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KI auf dem Vormarsch – aber jetzt wird sie zum Risiko!
Künstliche Intelligenz galt bislang als Hoffnungsträger der Wirtschaft. Schneller, effizienter, günstiger – so lauteten die Versprechen. Doch 2026 ändert sich der Ton. Laut einer aktuellen Studie des Industrieversicherers Allianz Commercial wird KI zunehmend selbst zur Bedrohung. Im neuen „Risikobarometer“ der Allianz schafft sie einen gewaltigen Sprung: Vom 10. Platz im Vorjahr direkt auf Rang 2 der weltweit größten Geschäftsrisiken.
Nur Cyberkriminalität steht noch darüber – und genau hier liegt das Problem: KI und Hackerangriffe gehen Hand in Hand.
KI als Türöffner für Cyberangriffe
Was früher manuell vorbereitet wurde, erledigen Hacker heute mithilfe von KI. Laut Allianz nutzen Kriminelle die Technologie, um gezielter, raffinierter und schneller zuzuschlagen. Ob Phishing-Mails, Deepfakes oder automatisierte Angriffe auf IT-Systeme – die Tools dafür liefert immer häufiger künstliche Intelligenz.
Michael Bruch von Allianz Commercial bringt es auf den Punkt: „KI vergrößert die Angriffsfläche und verschärft vorhandene Schwachstellen.“ Das bedeutet: Nicht nur Angriffe werden gefährlicher – auch der Aufwand, sich dagegen zu schützen, steigt drastisch.
KI kann auch ganz ohne Hacker gefährlich werden
Doch nicht nur kriminelle Angriffe machen der Wirtschaft Sorgen. Auch die legale Nutzung von KI im Unternehmen birgt enorme Risiken. Denn immer mehr Entscheidungen – ob in Marketing, Personal, Produktion oder Recht – beruhen mittlerweile auf KI-gestützten Analysen.
Das Problem: Was, wenn die KI falsch liegt? Ob durch fehlerhafte Daten, schlechte Trainingsmodelle oder einfach unpassende Anwendung – die Folgen können fatal sein:
- Fehlentscheidungen im Management
- Rechtsstreitigkeiten durch diskriminierende Algorithmen
- Urheberrechtsverstöße durch automatisierte Inhalte
- Reputationsschäden durch fragwürdige KI-Ergebnisse
„Die KI arbeitet mit einem gewissen Maß an Autonomie – und die Ergebnisse können schlicht falsch oder sogar frei erfunden sein“, warnt Allianz-Managerin Alexandra Braun.
Besonders heikel wird’s, wenn niemand mehr genau sagen kann, wer eigentlich haftet, wenn etwas schiefgeht.
Unternehmen rennen der Technik hinterher
Die Allianz-Studie zeigt auch: Die Technologie entwickelt sich schneller als die Regeln drumherum. Firmen führen KI-Systeme ein, bevor sie sich um Datenschutz, ethische Leitlinien oder rechtliche Absicherung kümmern. Die Folge: Neue Haftungsrisiken, Unsicherheit – und im schlimmsten Fall ein kompletter Vertrauensverlust bei Kunden und Partnern.
Trotz aller Bedenken sehen fast 50 % der Befragten in KI mehr Chancen als Risiken. Aber: Ein Fünftel sieht das Gegenteil – und das sind deutlich mehr als noch vor einem Jahr.
Wie wir das einschätzen
KI ist kein Spielzeug – und sicher kein Wundermittel. Wer glaubt, man könne einfach ein paar Algorithmen einkaufen und dann läuft’s von selbst, verkennt das Ausmaß der Verantwortung. Unternehmen, die auf KI setzen, müssen nicht nur Daten verstehen, sondern auch Recht, Ethik und Haftung mitdenken. Sonst wird aus dem digitalen Fortschritt ganz schnell ein rechtliches Eigentor. Und das kann richtig teuer werden – nicht nur finanziell, sondern auch fürs Vertrauen der Kunden. KI ist mächtig. Aber wer sie einsetzt, muss es auch sein.
Quelle: tagesschau.de
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