Im Kleid der toten Mutter zur Behörde – ein Rentenbetrug wie aus dem Kino

Veröffentlicht am: 02.Dezember.2025Kategorien: RechtlichesLesezeit: 2 Min.
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Nora Wölflick schreibt über interessante, aktuelle Themen für den Love & Law Blog bei Recht 24/7.

Wenn aus „Mrs. Doubtfire“ bitterer Ernst wird

Es klingt wie ein makabrer Filmplot, doch ist es pure Realität: Medienberichten zufolge, hat sich ein 57-jähriger Mann aus Italien hat sich jahrelang als seine verstorbene Mutter ausgegeben, um ihre Rente weiter zu kassieren – und flog erst auf, als er persönlich bei der Behörde erschien. Verkleidet als ältere Dame mit Kleid, Perücke und Make-up. Der Fall aus dem kleinen Ort Borgo Virgilio ist so absurd wie schockierend – und offenbart eiskalten Betrug mit Tragikomik.

Laut Spiegel.de hatte der Mann hatte den Tod seiner Mutter nicht nur verschwiegen, sondern den Leichnam der Frau sogar in Schlafsäcke gewickelt in der Waschküche versteckt. Die Behörden wurden erst misstrauisch, als der Personalausweis der Frau ablief – in Italien muss man zur Verlängerung persönlich erscheinen. Und wer auftauchte, war nicht Graziella Dall’Oglio, sondern ihr Sohn im Kostüm.

 

Wie der Schwindel aufflog

Ein Beamter im Bürgerbüro wurde stutzig, als ihm die vermeintlich alte Dame gegenüber saß: Die Haare im Nacken und am Kinn passten nicht zu einer typischen Rentnerin, genauso wenig wie die deutlich männlichen Hände. Als dann noch herauskam, dass die „Dame“ mit dem Auto angereist war – obwohl Dall’Oglio nie einen Führerschein besessen hatte – war klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.

Die Polizei wurde alarmiert, nahm den Mann fest – und fand bei der anschließenden Hausdurchsuchung die mumifizierte Leiche seiner Mutter im Schrank. Angeblich lebte der arbeitslose Krankenpfleger seit Jahren allein im Haus. Die Rentenzahlungen flossen derweil weiter – vermutlich über viele Jahre hinweg.

 

Kein Einzelfall in Italien

So absurd dieser Fall auch ist – er ist kein Einzelfall. In Italien sind Rentenbetrügereien mit Verstorbenen erschreckend häufig. Jedes Jahr werden Fälle aufgedeckt, bei denen Familienmitglieder die Renten toter Angehöriger weiter einkassieren. Möglich wird das unter anderem, weil die Datenbanken der Sozialbehörden und der Standesämter oft nicht zeitnah abgeglichen werden. Sterbefälle können so mitunter jahrelang unbemerkt bleiben – und Betrüger machen sich das zunutze.

 

Was Recht 24/7 davon hält?

Wer seine tote Mutter mumifiziert, um an ihre Rente zu kommen, ist nicht nur moralisch komplett entgleist – das ist kriminelle Energie im Kostüm. Dieser Fall ist kein schlechter Witz, sondern ein Paradebeispiel dafür, wie absurd Gesetze umgangen werden können, wenn Kontrollmechanismen versagen. Und wer sich auf so eine Farce einlässt, braucht am Ende mehr als nur einen guten Anwalt – sondern vielleicht auch einen Therapeuten.

 

Quelle: spiegel.de

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