Frankfurt gegen Airbnb: Millionenstrafe für illegale Ferienwohnungen!
Illegale Vermietung? Frankfurt zieht die Wohnkarte!
Die Stadt Frankfurt hat die Geduld verloren – und den großen Airbnb-Check gestartet. Das Ergebnis: 1141 Wohnungen wurden enttarnt, die illegal als Ferienunterkünfte vermietet wurden. Damit holte sich die Stadt nicht nur dringend benötigten Wohnraum zurück, sondern ließ es auch ordentlich scheppern: 2,1 Millionen Euro Bußgeld wurden bisher verhängt.
„Der Magistrat überprüft täglich die Anzeigen auf Airbnb“, erklärte Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) und machte klar: Wer meint, mit ein paar Mausklicks die Wohnraumbeschränkungen umgehen zu können, hat in Frankfurt schlechte Karten. Die Stadt geht systematisch und konsequent gegen Verstöße vor – und das ist erst der Anfang.
Airbnb unter Beobachtung: Was ist erlaubt – und was nicht?
Frankfurt hat bereits 2018 klare Regeln eingeführt: Wer seine Wohnung auf Airbnb anbieten will, darf das maximal acht Wochen im Jahr tun. Danach ist Schluss. Doch offenbar scheren sich viele Anbieter wenig um diese Grenze. Laut einer CDU-Statistik, die in der Stadtverordnetenversammlung zitiert wurde, sind über 1000 Unterkünfte regelmäßig online – viele davon bis zu 219 Nächte pro Jahr. Der durchschnittliche Ertrag: 17.000 Euro jährlich pro Wohnung. Und genau das ist das Problem: Wohnen wird zur Einnahmequelle, während bezahlbarer Wohnraum für Frankfurterinnen und Frankfurter verschwindet.
Was viele nicht wissen: Die Regeln gelten nur für echte Wohnungen. Hotelzimmer und gewerbliche Ferienappartements sind ausgenommen – ein Schlupfloch, das einige Anbieter versuchen auszunutzen. Doch die Stadt hat auch das auf dem Schirm. Hotels sind eine Sache, aber Wohnraum darf eben nicht zur Dauerferienwohnung umfunktioniert werden.
Frankfurt macht ernst – und steht nicht allein
Frankfurt ist mit seinem Vorgehen kein Einzelfall, aber deutlich rigoroser als andere europäische Städte. Paris und Barcelona zum Beispiel haben keine eigene Ferienwohnungssatzung, auch wenn dort das Problem mindestens genauso groß ist. Frankfurt setzt damit ein deutliches Zeichen – und könnte zum Vorbild für andere Großstädte werden, in denen Wohnraum knapp und teuer ist. Die Botschaft an Vermieter ist klar: Ferienwohnung statt Mietvertrag? Nicht mit uns.
Airbnb, du hast ein Wohnraum-Problem!
Das Geschäft mit der kurzfristigen Vermietung ist in vielen Großstädten völlig aus dem Ruder gelaufen. Wer eine Wohnung hat, wittert das schnelle Geld – Mieter und Wohnungssuchende schauen derweil in die Röhre. Dass Frankfurt jetzt systematisch aufräumt, finden wir gut. Und dringend nötig.
Die Stadt ist kein Hotel. Wer Wohnraum besitzt, trägt Verantwortung. Airbnb ist kein Freifahrtschein zur Gewinnmaximierung. Und wer glaubt, sich durch juristische Schlupflöcher oder halbseidene Angebote winden zu können, hat nicht mit Frankfurts Kontrollfieber gerechnet. Also vor dem Einstellen lieber informieren – oder zahlen.
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