Elon Musk setzt xAI-Mitarbeiter unter Druck: 48-Stunden-Ultimatum sorgt für Aufschrei!
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„Bis Donnerstagmittag fällig!“ – Musk verlangt Rechenschaft auf Knopfdruck
Elon Musk, Tech-Milliardär, Raketenbauer, Twitter-Umbenenner – und jetzt auch Chefankläger im eigenen Unternehmen? Beim KI-Startup xAI, das mit dem Chatbot Grok gegen ChatGPT und Google Gemini antritt, hat Musk seine Mitarbeiter nun mit einem internen Rundschreiben massiv unter Druck gesetzt:
Alle Angestellten sollen innerhalb von 48 Stunden eine einseitige Übersicht ihrer Leistungen der letzten vier Wochen vorlegen – inklusive Ausblick auf die nächsten vier.
Ein Satz aus der E-Mail machte besonders die Runde:
„Das ist bis Donnerstagmittag fällig.“
Wer Musk kennt, weiß: Solche Töne sind keine Ausnahme. Schon bei Twitter (heute X) hatte er ähnliche Ansagen gemacht. Damals galt sogar: Wer nicht antwortet, riskiert seinen Job.
„KI, die das Universum versteht“ – aber ohne Rücksicht auf Mitarbeiter?
xAI wurde 2023 gegründet und verfolgt das große Ziel, eine künstliche Intelligenz zu entwickeln, die das Universum versteht – oder zumindest den Menschen beeindruckt. Im Zentrum steht der Chatbot Grok, der vor allem durch seine weniger zensierte Ausdrucksweise auffällt – und genau dafür auch wiederholt in die Kritik geraten ist.
Ob antisemitische Ausrutscher oder rassistische Formulierungen – Grok hat sich bereits mehrere Fehltritte geleistet. Und: Mehrere Hundert sogenannte „AI-Tutoren“, also Menschen, die Grok trainieren sollten, wurden laut Business Insiderkürzlich entlassen. Darunter auch Mitarbeiter in sensiblen Bereichen wie der Datenannotation.
Klingt nach Chaos. Und mitten hinein platzt nun Musks 48-Stunden-Befehl.
Kontrollwahn oder Führung mit System?
Für Musk sind diese Methoden wohl Teil seines Führungsstils. Rechenschaft, Schnelligkeit, Effizienz – koste es, was es wolle. Doch für viele Beobachter wirkt das eher wie ein altmodischer Kontrollwahn. Besonders pikant: Auch als Regierungsberater soll Musk ähnliche Mails an US-Beamte geschickt haben.
Damals stellte das Office of Personnel Management (OPM) jedoch klar: Die Beantwortung sei freiwillig. Am Ende wurde das ganze Verfahren sogar offiziell eingestellt.
Und bei xAI? Dort dürfte der Druck hoch bleiben. Wer nicht liefert, fliegt – das ist zumindest die Message, die in Musks Firmenkultur immer wieder durchscheint.
Wenn Effizienz wichtiger ist als Ethik
In einer Branche, in der ethische Fragen rund um KI und deren Einsatz ohnehin brisant sind, macht Musk deutlich: Die Richtung bestimmt er – persönlich. Dass Grok durch problematische Antworten auffällt? Wird ignoriert. Dass Mitarbeitende unter Hochdruck stehen? Wird erwartet.
Während andere KI-Firmen gerade versuchen, Transparenz, Inklusion und Sicherheit einzubauen, scheint Musk auf das Gegenteil zu setzen: Tempo statt Rücksicht, Druck statt Vertrauen.
Soll das moderne Führung sein?
Was Musk da bei xAI abzieht, wirkt wie das Silicon Valley der 2010er im Hardcore-Modus – bloß ohne Verantwortung. Eine 48-Stunden-Frist für Leistungsberichte klingt eher nach Drill als nach moderner Führung. Klar, Musk will Tempo. Aber wer Innovation auf Knopfdruck erzwingen will, riskiert genau das Gegenteil: Burnout, Fluktuation, Chaos. Wenn selbst die KI am Ende rassistischen Müll ausspuckt, sollte die Chefetage vielleicht nicht nach mehr Reports, sondern nach besseren Werten fragen.
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